Galerie AnsichtsSache

Dierk Osterloh

 

 

 

 

 

Ich glaube, dass der Künstler noch eine letzte Insel der Freiheit ist und er deshalb die Menschen noch zum Nachdenken bringen kann.
Denn die Vorstellungen, die die meisten Menschen von einem normalen Leben haben, entsprechen nicht dem wirklichen Leben, sondern einem Lebenssystem, das man ihnen auferlegt hat.
(Barbara Catoir, Gespräche mit Antoni Tàpies Prestel, 1987, S. 85)

Der 1964 in Oldenburg geboren Künstler lebt und arbeitet in Köln. Er studierte Jura in Würzburg und Freiburg
 bevor es sich nach der Ausbildung zum Mediengestalter in Köln zum Studium an der Technischen Kunstschule Hamburg entschloss.
Seine Studienreisen nach Jordanien, Island, Südafrika, Namibia und Botswana haben ebenso ihre Spuren hinterlassen wie das Leben selbst. Seine Bilder sind meist Spiegel seines Lebens. Nicht zuletzt ist es das Tiefe, nicht selten das Abgründige der menschlichen Seele und ihrer Befindlichkeiten, die in den Werken von Dierk Osterloh subtil wie einfühlsam, niemals aber laut, wieder gespiegelt werden und den Betrachter in ihren Bann ziehen. Wer den Werken von Dierk Osterloh wirklich begegnet, begegnet immer auch sich selbst.
Ebenso sind sie als Metaphern zu verstehen, die auf philosophische oder gesellschaftliche Aspekte verweisen. Der expressive Malduktus bei reduzierter Farbpalette unterstreicht die Bildaussage. Das Malmesser wird dynamisch geführt von der Hektik unserer Zeit.
Das Öl wird Schicht um Schicht recht pastos aufgetragen, wobei bewusstes Aufbrechen der Konturen mit der Spachtel herbei geführt wird, um so organische Flächen und Linien entstehen zu lassen. Farben verwischen, Flächen werden zerkratzt. Eine Reliefstruktur entsteht, die sich auch noch während des Trocknungsprozesses verändert.