Galerie AnsichtsSache

BORDER / LINE

Laas Koehler

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 Border/Line 11. Mai – 15. Juni 2013

      

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Berliner Konzeptkünstler, Wahltrierer und Exil-Londoner Laas Koehler zeigt in seiner aktuellen Ausstellung BORDER/LINE die eigene Unsicherheit zwischen dem Wunsch nach unbegrenzter Freiheit und völliger Grenzüberwindung und der Frage, nach dem Preis dafür.

Was sind wir bereit aufzugeben? Wer sind wir und wer sind unsere Nachbarn? Und wer soll das alles bezahlen … sind nur einige Fragen, mit denen sich der Künstler im europäischen Kontext künstlerisch auseinandersetzt.

Eine 12-Meter-lange Wandinstallation, Videokunst, Skulpturen, Objekte und..und..und, lassen ganz nach Manier des klinischen Borderline-Syndroms die BesucherInnen im Exponatentakt die Perspektive wechseln.

 

„BORDER/LINE“ ist der Start-Up der Ausstellungsreihe „Europa – vereint und doch getrennt!“  

 

 http://laaskoehler.tumblr.com

 

 

3 Kommentare zu BORDER / LINE

  • Schon mehrfach habe ich die Existenz der Galerie „AnsichtsSache“ bei der Durchfahrt durch Konz registriert. Die Einladung von Laas zur Eröffnung seiner neuen Ausstellung war ein willkommener Anlass, die Galerie nun endlich auch mal zu betreten.

    Es sollte mich ein rundum gelungener Abend erwarten!
    Es begann mit der charmanten Begrüßung an der Eingangstüre. Alle Gäste wurden von der Galeristin und vom Künstler persönlich begrüßt – je nach Grad der Intimität mit Handschlag, Umarmung oder Küsschen.
    Wer so etwas uncool findet, dem sei gesagt, dass auf diese Weise eine Atmosphäre der Verbindlichkeit und gegenseitigen Wertschätzung geschaffen wird. Auch wer zum ersten Mal dort ist und vielleicht niemanden der Anwesenden kennt, fühlt sich so nicht mehr fremd.

    Die Galerie erscheint klein, von der Straße aus gesehen. Wer sie betritt, wird aber von weiteren kleinen Räumen überrascht, die sich nach hinten hin anschließen. Eine solche Raumaufteilung ist für die Präsentation von Kunst perfekt. Denn je größer die Ausstellungsräume, desto größer auch die Distanz der Besucher zur präsentierten Kunst. Große Hallen mögen dazu geeignet sein, große Besuchermengen bei repräsentativen Ereignissen zu absorbieren. Zum Erleben von Kunst sind aber kleine Räume viel besser geeignet, denn sie zwingen zur Nähe, zum Sich-Einlassen.

    Die einzelnen Kabinette sind denn auch liebevoll gestaltet. Laas Köhler erhielt von der Galeristin sogar die Erlaubnis, eine begehbare Installation einzubauen. Der Ex-Berliner Künstler hat die einstige Mauer nachempfunden, die seine Heimatstadt jahrzehntelang geteilt hat.
    In der sehenswerten Ausstellung selbst geht es um das diesjährige Kultursommer-Thema „Europa“, und erwartungsgemäß bleibt Laas seinem konzeptualen Anspruch treu. Er zeigt eine großangelegte Collage aus Bildern, Fotos und Zeitungsausschnitten, aus Erinnerungs- und Fundstücken, die mal echt, mal in stilisierter Weise nachempfunden sind – wie z.B. kleine bemalte Holzwürfel, die als vermeintliche Bruchstücke der Berliner Mauer zum Verkauf stehen.
    Laas‘ oftmals hintergründige Arbeiten sollen zur Reflexion und Selbstreflexion anregen, und meiner Ansicht nach erfüllen sie diesen Anspruch auch. „Denke selbst!“ – diese Forderung eines discordischen U-Boot-Kommandanten aus der subversiven Gegenwartsliteratur könnte auch von Laas Köhler stammen….. 😉

    Als Vortragsrednerin war die Kunstwissenschaftlerin Christina Biundo angekündigt. Wer auf einen ihrer mitreißenden freihändigen Einführungsvorträge gespannt war, musste sich jedoch damit abfinden, dass sie an jenem Abend in Irland weilte.
    Die vermeintliche Panne wurde von Galeristin und Künstler mühelos in ein Vortragserlebnis der ganz besonderen Art vewandelt. Frau Biundo hatte eine schriftliche Fassung ihres Textes geliefert, und Kopien davon wurden an die Gäste verteilt. Auf jeder Kopie war ein anderer Absatz markiert, und ein jeder hatte nun an der richtigen Stelle seinen „persönlichen“ Absatz vorzutragen.
    Ein Großteil der Gäste war somit aktiv eingebunden. Jeder hat auf seine persönliche Art vorgetragen, und alle Anwesenden, auch diejenigen, die reine Zuhörer blieben, haben sich viel intensiver mit dem Text befasst, als wäre er auf eine der üblichen Weisen vorgetragen worden.
    Ich gehe davon aus, dass dieser auch inhaltlich bemerkenswerte Text während der Laufzeit der Ausstellung ausliegt.

    Insgesamt fand ich den Ablauf des Abends sehr lebendig. Diese Galerie verfügt über einen ganz eigenen, unverwechselbaren Stil. Es wird erfolgreich improvisiert, und menschliche Wärme ist spürbar. Hier ist nichts Steifes und Unbehagliches, vielmehr freut man sich direkt schon auf die nächste Ausstellung!

    Markus Bydolek, Künstler aus Trier

  • daniela sagt:

    die Ausstellung ist ein voller Erfolg! Wir haben bislang ausschließlich positives Feedback erhalten; von der Eröffnungsveranstaltung selbst bis zur kritisch thematischen Auseinandersetzung – weiter so!!!

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